Wie Advaita Vedanta und Innere Kind Arbeit zusammenwirken:
Erst verstehen, dann loslassen ein persönlicher Weg der inneren Entwicklung.
Innere Kind Arbeit – der Weg zu dir selbst
Die Innere Kind Arbeit beginnt dort, wo wir bereit sind, uns mit unseren eigenen Erfahrungen auseinanderzusetzen. Mit Prägungen, Emotionen, Erinnerungen und inneren Mustern, die oft unbewusst unser Leben steuern.
In diesem Prozess lernen wir, uns selbst besser zu verstehen. Wir erkennen, warum wir in bestimmten Situationen reagieren, wie wir es tun. Wir kommen in Kontakt mit Bedürfnissen, die vielleicht lange keinen Raum hatten. Und wir beginnen, Verantwortung für unser inneres Erleben zu übernehmen.
Dieser Weg ist konkret. Er ist greifbar. Und er führt uns Schritt für Schritt näher zu uns selbst.
Doch genau hier entsteht eine wichtige Frage:
Ist das, was wir dort entdecken, wirklich unser wahres Selbst?
Advaita Vedanta – das Erkennen jenseits der Identität
Advaita Vedanta geht noch einen Schritt weiter. Die zentrale Aussage dieser Lehre ist einfach – und gleichzeitig tiefgehend:
Du bist nicht das, was du denkst zu sein.
- Nicht deine Geschichte.
- Nicht deine Emotionen.
- Nicht deine Prägungen.
- Auch nicht das „innere Kind“, das du in dir entdeckst.
Advaita Vedanta lädt dazu ein, diese Identifikationen zu hinterfragen. Es geht nicht darum, etwas zu verändern oder zu verbessern, sondern darum zu erkennen, was immer schon da ist unabhängig von allen Erfahrungen.
Während die Innere Kind Arbeit uns hilft, uns selbst zu finden, zeigt Advaita Vedanta, dass selbst dieses „Gefundene“ nicht festgehalten werden muss.
Vom Finden zum Loslassen
In meiner eigenen Erfahrung sind beide Wege eng miteinander verbunden.
- Zuerst braucht es den Mut, hinzuschauen.
- Die Bereitschaft, sich den eigenen Themen zuzuwenden.
- Sich selbst wirklich zu begegnen.
Die Innere Kind Arbeit schafft dafür einen Raum. Sie bringt Klarheit, Verständnis und oft auch eine tiefere Form von innerer Stabilität.
Doch wenn dieser Schritt gegangen ist, kann etwas Neues entstehen: Die Erkenntnis, dass auch diese Identität so wichtig sie für den Weg war nicht das ist, was wir letztlich sind.
Hier beginnt der Übergang zu Advaita Vedanta. Nicht als Konzept, sondern als Erfahrung.
Es geht nicht mehr darum, etwas zu werden.
Sondern darum, das loszulassen, was wir für uns gehalten haben.
„Wir müssen erste etwas finden, um etwas Loslassen zu können.“
Die Verbindung von Advaita & Innerer Kind Arbeit in der Praxis
Diese Verbindung fließt auch in meine Arbeit ein.
In der Innere Kind Arbeit geht es nicht nur darum, Prägungen zu verstehen oder emotionale Themen zu klären. Es geht auch darum, einen Raum zu öffnen, in dem sich ein tieferes Erkennen entwickeln kann.
Ein Erkennen, das über die persönliche Geschichte hinausgeht. Das bedeutet nicht, dass die persönliche Arbeit unwichtig wird im Gegenteil. Sie ist oft die Voraussetzung dafür, dass überhaupt die nötige Klarheit entsteht.
Doch sie ist nicht das Ziel.
Das Ziel ist kein „besseres Selbst“. Sondern ein freierer Umgang mit dem, was wir für uns halten.
Wie diese Perspektive in die Ausbildung einfließt
In meiner Innere Kind Arbeit Ausbildung spielt genau diese Verbindung eine zentrale Rolle.
Der Fokus liegt zunächst klar auf der persönlichen Arbeit:
Verstehen, erkennen, einordnen.
Doch gleichzeitig öffnet sich ein Raum für eine weiterführende Perspektive.
Für die Frage:
Wer bin ich, wenn ich mich nicht über meine Erfahrungen definiere?
Diese Frage wird nicht theoretisch beantwortet. Sie entwickelt sich aus dem Prozess heraus. Die Teilnehmer lernen, sich selbst zu begegnen und gleichzeitig nicht an dem festzuhalten, was sie dabei entdecken.
So entsteht eine Arbeit, die sowohl auf persönlicher als auch auf einer tieferen Ebene wirkt.
Ein Weg, der sich entfaltet
Advaita Vedanta und Innere Kind Arbeit sind für mich keine getrennten Systeme.
Sie sind zwei Perspektiven auf denselben Weg.
Die eine hilft uns, uns selbst zu verstehen.
Die andere zeigt uns, dass wir mehr sind als dieses Verständnis.
Oder vielleicht einfacher gesagt:
Zuerst finden wir uns selbst.
Und dann lernen wir, das Gefundene wieder loszulassen.
Genau in dieser Bewegung liegt für mich die eigentliche Tiefe dieser Arbeit.
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