Glossar Bhagavad Gita – Wichtige Begriffe einfach erklärt
Die Bhagavad Gita spricht eine zeitlose Sprache und doch begegnen uns darin viele Begriffe, die aus einer anderen Kultur, einer anderen Zeit stammen.
Begriffe wie Dharma, Karma, Bhakti oder Moksha lassen sich nicht einfach mit einem einzigen deutschen Wort übersetzen.
Sie tragen Tiefe, Erfahrung und Bedeutung in sich, die sich erst im Verstehen und Erleben wirklich öffnen.
Dieses Glossar ist keine trockene Sammlung von Definitionen. Es ist eine Einladung, dich mit den zentralen Begriffen der Gita vertraut zu machen nicht nur mit dem Verstand, sondern mit deinem eigenen inneren Erleben.
Nimm dir Zeit beim Lesen.
Spüre, was ein Begriff in dir bewegt.
Manche Worte werden dich sofort erreichen,
andere werden erst später ihre Bedeutung entfalten.
Denn wie die Gita selbst ist auch dieses Wissen kein reines Konzept sondern ein Weg.
Ein Weg zurück zu dir.
Glossar – Wichtige Begriffe der Bhagavad Gita
Atman
Das wahre Selbst, die unsterbliche Seele in jedem Wesen. Reines Bewusstsein unabhängig von Körper und Gedanken.
Bhagavad Gita
„Das göttliche Lied“. Ein Dialog zwischen Krishna und Arjuna und zugleich ein innerer Wegweiser für das Leben.
Bhakti
Hingabe und liebende Verbindung zum Göttlichen. Ein Weg über das Herz, nicht über Leistung oder Dogma.
Brahman
Das höchste, formlose Prinzip. Die Quelle allen Seins jenseits von Form und Vorstellung.
Dharma
Dein innerer Weg. Die Wahrheit, die dich ruft nicht als Regel, sondern als lebendige Ausrichtung.
Guna
Die drei Grundkräfte der Natur:
– Sattva: Klarheit, Harmonie
– Rajas: Aktivität, Verlangen
– Tamas: Trägheit, Verwirrung
Jnana
Erkenntnis und Weisheit. Ein Verstehen, das über den Verstand hinausgeht.
Karma
Handlung und Wirkung. Alles, was du tust, denkst oder fühlst, formt dein Leben.
Karma Yoga
Der Weg des Handelns ohne Anhaftung. Tun ohne sich am Ergebnis festzuhalten.
Krishna
Der göttliche Lehrer der Gita. Symbol für die innere Stimme der Wahrheit.
Kshetra
Das „Feld“ der Körper und die Welt der Erfahrung, alles Vergängliche.
Kshetrajna
Der „Kenner des Feldes“ das Bewusstsein hinter allen Erfahrungen.
Maya
Die Illusion der Trennung. Das, was uns vergessen lässt, wer wir wirklich sind.
Moksha
Befreiung. Das Ende von Verwirrung und Identifikation mit dem Ego.
Purusha
Das reine, unbewegte Bewusstsein. Der stille Beobachter hinter allem.
Purushottama
Das höchste Selbst. Das Prinzip jenseits von allem Vergänglichen und Unvergänglichen.
Rajas
Die Kraft der Bewegung, des Wunsches und der Unruhe.
Sadhana
Spirituelle Praxis. Alles, was dich deinem wahren Selbst näherbringt.
Samsara
Der Kreislauf von Geburt und Wiedergeburt – solange das Selbst nicht erkannt ist.
Sannyasa
Äußerer Verzicht. Das Loslassen weltlicher Bindungen.
Sattva
Reinheit, Klarheit, Gleichgewicht. Die Qualität, die zur Wahrheit führt.
Shraddha
Vertrauen und innerer Glaube. Ein Wissen, das nicht bewiesen werden muss.
Swadharma
Dein ganz eigener Weg. Die Aufgabe, die nur du erfüllen kannst.
Tamas
Trägheit, Dunkelheit, Unklarheit. Die Kraft, die die Wahrheit verdeckt.
Tyaga
Innerer Verzicht. Das Loslassen von Erwartungen und Kontrolle.
Vedas
Die ältesten heiligen Schriften Indiens. Ursprung vieler spiritueller Lehren.
Vibhuti
Göttliche Ausdrucksformen im Leben das Besondere, das an das Höchste erinnert.
Vishvarupa
Die kosmische Gestalt Krishnas. Die Erfahrung des Universums als Einheit.
Yoga
Verbindung. Der Weg zurück zur Einheit mit deinem wahren Selbst.
Yogi
Ein Mensch auf diesem Weg unabhängig von Lebensform oder Rolle.
Tipp:
Du musst nicht alles sofort verstehen.
Lies, was dich anspricht.
Und kehre zurück, wenn ein Begriff dich ruft.Die Gita entfaltet sich Schritt für Schritt.
Sei gesegnet auf deinem Weg