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Unser Leben hinter dem Yoga – Julia und Kalki

Ein persönlicher Einblick in das Leben von Julia Vosen und Swami Kalki Kala

Unser Leben hinter dem Yoga

Wir sind Julia und Kalki. Zwei Menschen, die sich auf dem Lebensweg begegnet sind und irgendwann gemerkt haben, dass aus dieser Begegnung mehr entstehen möchte als eine gemeinsame Arbeit.

Heute leben und wirken wir zusammen in Bad Salzungen.

Für uns ist Yoga nicht mehr etwas, das neben dem Leben stattfindet. Es gibt keine klare Trennung mehr zwischen dem, was wir praktizieren, dem, was wir unterrichten, und dem, wie wir leben.

Julia und Kalki wie sich nebeneinander auf einer Blumenwiese in die Kamera lächeln

Das klingt vielleicht anstrengend, ist aber im Alltag oft sehr einfach. Es bedeutet, morgens aufzustehen und zuerst die Tiere zu versorgen. Es bedeutet, still zu werden, wenn der Kopf zu laut ist.

Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, auch wenn es unbequem ist. Und es bedeutet für uns, immer wieder zu prüfen, ob das, was wir sagen, wirklich mit dem übereinstimmt, was wir leben.

Ein einfaches Leben zwischen zwei Dörfern

Wir leben in einem kleinen Häuschen zwischen zwei Dörfern. Zurückgezogen, ruhig und sehr nah an der Natur. Nicht, weil wir uns von der Welt abwenden wollen, sondern weil dieser Lebensraum uns hilft, klar zu bleiben.

Hier ist vieles unmittelbar. Die Jahreszeiten, das Wetter, die Tiere, die Stille, die Arbeit, die nötig ist. Nichts davon lässt sich dauerhaft romantisieren. Wer mit Tieren lebt, weiß, dass Liebe nicht nur aus schönen Momenten besteht.

Liebe bedeutet auch Füttern, Ausmisten, Sorgen, Reparieren, Aufstehen, wenn man müde ist, und da sein, wenn etwas gebraucht wird.

Bei uns leben Schafe, Hühner, ein Hase, unser Hund Odin und fünf Katzen. Die meisten von ihnen hatten in der Gesellschaft keinen Platz mehr und sind so auf dem ein oder anderen Weg zu uns gekommen.

Tiere als stille Lehrer

Unsere Tiere haben nichts mit Yoga im äußeren Sinn zu tun, und doch lehren sie uns täglich Yoga. Sie interessieren sich nicht für Konzepte, Titel oder spirituelle Worte.

Sie reagieren auf Präsenz, Ruhe, Geduld und Verlässlichkeit. Ein Schaf vertraut nicht, weil man schöne Dinge sagt. Es vertraut, wenn man über längere Zeit ruhig und ehrlich da ist.

Ein Hund spürt sofort, ob man wirklich anwesend ist oder nur funktioniert. Katzen zeigen sehr klar, wann Nähe echt ist und wann sie erzwungen wird.

Dieses Leben mit Tieren hat unsere Art, Yoga zu verstehen, stark geprägt. Es erinnert uns daran, dass Yoga nicht in großen Worten bewiesen wird, sondern im Umgang mit dem Lebendigen.

Ahimsa, Gewaltlosigkeit, ist dann nicht nur ein Begriff aus den Yoga Sutren.

Es wird eine tägliche Haltung.

Manchmal gelingt sie leicht, manchmal fordert sie uns heraus.

Julias Weg zum Yoga

Julias Weg zum Yoga begann mit einer Suche nach Ruhe, Ausgleich und einem tieferen Verständnis für das eigene Leben. Wie bei vielen Menschen war der Körper zunächst der Zugang.

Spannungen lösen, atmen, ankommen, wieder etwas mehr bei sich sein. Doch mit der Zeit wurde deutlich, dass Yoga viel tiefer wirkt als nur auf der körperlichen Ebene.

Für Julia wurde die Matte zu einem Ort der Ehrlichkeit. Nicht zu einem Ort, an dem man perfekt sein muss, sondern zu einem Raum, in dem man sich selbst wieder begegnen kann.

Die Praxis zeigte ihr Geduld, Vertrauen und die Kraft der Wiederholung. Aus dieser Erfahrung heraus ist ihre Art zu unterrichten gewachsen.

Warm, klar, getragen von echter Praxis und mit einem tiefen Gespür dafür, dass Menschen Sicherheit brauchen, um sich öffnen zu können.

In der Yogalehrer Ausbildung oder Yoga Kursen bringt Julia genau diese Qualität ein. Sie sieht den Menschen hinter der Haltung.

„Wie 2 Wege zum einem Yoga Weg wurden.“

Kalkis Weg in die Stille

Kalkis Weg war lange geprägt von Coaching, innerer Arbeit, geistigem Heilen, Meditation und der Frage, was den Menschen wirklich frei macht. Viele Jahre arbeitete er mit Menschen, begleitete Prozesse, lehrte und forschte.

Doch es gibt Momente im Leben, in denen Wissen allein nicht mehr reicht. 2020 brachte ein schwerer gesundheitlicher Einschnitt in Form eines Schlaganfalls alles zum Stillstand.

Was vorher verstanden war,
musste nun durchlebt werden.
Was vorher Lehre war,
wurde Prüfung.

Aus David Vosen wurde Swami Kalki Kala. Sein Weg ist heute stark vom Advaita Vedanta geprägt, von der Frage nach dem, was bleibt, wenn alles Äußere wegfällt.

Als freier Swami gehört er keiner Religionsgemeinschaft an. Seine Ausrichtung folgt der Lehre der Non-Dualität und der Linie von Sri Ramana Maharshi.

Warum wir Yoga heute so lehren

Unsere gemeinsame Yogalehre ist aus Leben entstanden, nicht aus einem fertigen Konzept. Wir haben beide erlebt, dass Yoga mehr ist als eine Methode. Yoga kann den Körper stärken, den Atem beruhigen und den Geist klären.

Aber in seiner Tiefe stellt Yoga immer auch Fragen.

  • Wer bin ich?
  • Wie lebe ich?
  • Was halte ich fest?
  • Wo handle ich aus Angst?
  • Wo ist mein Weg wirklich meiner?

Darum möchten wir Yoga nicht nur als Übungssystem vermitteln. Wir möchten die Brücke zwischen Yoga Praxis und Yoga Philosophie lebendig machen. Asana, Pranayama, Meditation, Yoga Sutren, Bhagavad Gita, Advaita Vedanta und innere Stille gehören für uns zusammen.

Nicht als Theoriegebäude, sondern als Werkzeuge, die helfen, das eigene Leben bewusster zu sehen.

Unsere Vision ist es, Yoga verständlicher und zeitgemäßer zu machen, ohne ihn flach werden zu lassen.

Die alten Wurzeln sind uns wichtig. Gleichzeitig muss Yoga heute so gesprochen werden, dass Menschen ihn wirklich verstehen können.

Nicht jeder braucht Sanskrit, um berührt zu werden. Aber jeder Mensch braucht Tiefe, wenn Yoga mehr sein soll als Bewegung.

Unser Yogazentrum in Bad Salzungen

Es ist der Ort, an dem unsere gemeinsame Arbeit Form bekommen hat. Hier entstehen neben den Ausbildungen und Kursen unsere Bücher und Musik, die wir veröffentlichen. Unser Yogazentrum ist kein perfekter Raum außerhalb des Lebens.

Es ist ein Ort, an dem Menschen üben, fragen, zweifeln, lachen, lernen und wachsen dürfen.

In unserern Yogalehrer Ausbildung in Thüringen und Innsbruck / Tirol  geht es nicht nur darum, später Yoga unterrichten zu können. Viele Menschen kommen auch, weil sie Yoga für sich selbst tiefer verstehen möchten.

Nicht jeder Mensch, der eine Ausbildung macht, muss Lehrer werden.
Aber jeder Mensch, der sich ernsthaft auf Yoga einlässt, begegnet sich selbst klarer.

In unseren Aus und Weiterbildungen und unseren Büchern möchten wir genau diesen Zauber von Yoga weitergeben!

  • Manche Menschen brauchen die gemeinsame Praxis.
  • Andere finden über Texte Zugang.
  • Wieder andere brauchen Zeit, Stille und Wiederholung.

Es gibt nicht den einen Weg für alle.

Was uns wirklich wichtig ist

Uns ist wichtig, dass Yoga ehrlich bleibt. Nicht größer gemacht, als er ist. Nicht kleiner gemacht, als er ist. Yoga darf schön sein, aber er ist nicht nur schön.

  • Er darf entspannen, aber er geht tiefer als Entspannung.
  • Er darf den Körper bewegen, aber er endet nicht beim Körper.
  • Er darf spirituell sein, aber er braucht keine Maske.

Wir möchten Räume schaffen, in denen etwas Echtes möglich wird.

  • Räume, in denen Menschen ihren eigenen Yoga finden können.
  • Räume, in denen Philosophie nicht trocken bleibt, sondern ins Leben kommt.
  • Räume, in denen Stille nicht erklärt werden muss, weil sie erfahrbar wird.

Wir versuchen, das, was wir lehren, so gut wir können selbst zu leben. Nicht perfekt. Nicht immer leicht. Aber ehrlich. Mit Tieren, mit Stille, mit Arbeit, mit Liebe, mit Fehlern, mit Verantwortung und mit der tiefen Dankbarkeit, dass unser eigener Weg heute anderen Menschen dienen darf.

Yoga ist für uns kein Arbeitsplatz. Es ist unser Leben geworden.

Diese Freude und Liebe zum Yoga teilen wir in unserer Arbeit

Namaskar Julia & Kalki

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